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18.08.2010

SETH LAKEMAN: Hearts and Minds

SETH LAKEMAN: Hearts and Minds

(India Records/Rough Trade) Um das neueste Werk von Seth Lakeman richtig einschätzen zu können, muss man sich erst mal bewusst werden, was Lakeman da eigentlich macht. Das hier ist mitnichten authentischer Folk, das ist Pop.

Sicher geht Lakeman verstärkt auf das Thema Finanzkrise und Kapitalistische Ausbeutung ein, tut dies aber eher plakativ. Seine Songs haben einen unüberhörbaren Mainstream Appeal und kommerzielles Potential. Der Punkt ist nun aber der, dass dies gar nicht schlimm ist. Denn die Songs auf „Hearts and Minds“ brennen. Im Titelsong benutzt Lakeman seine Fidel als E-Gitarre, eigentlich ist das hymnischer Hardrock. Mit „the Watchman“ wird der Funk in die Scheune gebracht, das ist unwiderstehlich. Gekrönt wird der starke Auftakt mit „Tiny World“, welches Naivität mit einem fantastischen Geigenloop paart und so einen herrlich entspannten Sommersong schafft.

Lakeman hat ein Händchen für starke Melodien und dieses setzt er hemmungslos ein. Generell sind es die beschwingten Nummern, die „Hearts and Minds“ zu einem gelungenen Album machen, die ruhigen Songs laufen schon mal Gefahr in einer gewissen Beliebigkeit zu schwimmen.

Info: www.myspace.com/sethlakeman

(Martin Makolies)


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